Verlustabzug bei Ferienimmobilien

07Februar

Verlustabzug bei Ferienimmobilien

Das FG Köln hat entschieden, dass Verluste aus der Vermietung eines Ferienhauses selbst dann steuermindernd berücksichtigt werden können, wenn kein Überschuss der Einnahmen über die Werbungskosten zu erwarten ist.

 

Nach Auffassung des Finanzgerichts Köln folgt aus der aktuellen Rechtsprechung des BFH, dass ein uneingeschränkter Verlustabzug auch ohne Überschussprognose möglich ist, wenn eine Eigennutzung ausgeschlossen ist und die tatsächlichen Vermietungstage die ortsübliche Vermietungszeit nicht erheblich unterschreiten. Denn für diesen Fall sei typisierend von einer Absicht des Steuerpflichtigen auszugehen, einen Einnahmeüberschuss zu erwirtschaften. Diese gelte auch, wenn eine ursprünglich vereinbarte Eigennutzung nachträglich aufgehoben werde.

Das FG Köln hat wegen der grundsätzlichen Bedeutung des Verfahrens gegen sein Urteil die Revision zum BFH zugelassen.

Das Urteil des FG Köln dürfte auch für Ferienimmobilien in Ostfriesland relevant sein. Eigentümer von Ferienhäusern und Ferienwohnungen in Norden-Norddeich kennen die Problematik seit Jahren. 

Quelle: Pressemitteilung des FG Köln v. 02.02.2016

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