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Baustopp Norddeich

Das Nordseeheilbad Norden-Norddeich präsentiert sich mit über 1.60 Mio. Übernachtungen und  2,6 Mio. Tagesgästen als der erfolgreichste Tourismusort in Ostfriesland. Überwiegend private Anleger lösten 2015 angetrieben von der Eurokrise und extrem niedrigen Zinsen einen regelrechten Kauf-und Bauboom in Norddeich aus.

In der Bevölkerung gab es dafür ein Pro-und Contra. Mangels freier Grundstücke wurden Häuser im Stadtkern von Norddeich vor allem aber aus den 70er und 80er Jahren verkauft und dann abgerissen. Ortsansässige Bauunternehmer und Bauträger projektieren auf diesen Grundstücken in Norddeich oft baugleiche Gebäude mit bis zu 8 Eigentumswohnungen.

Irgendwann zog man jedoch bei der Stadt Norden die Reißleine mit der Begründung, dass städtebauliche Strukturen nicht ganz zerstört werden sollen. Mit großer Mehrheit wurde im Rat beschlossen, dass die Bebauungspläne in Norden-Norddeich geändert werden. In Gebieten wo es bislang keine Bebauungspläne gab werden neue Bebauungspläne aufgestellt. Auflagen hinsichtlich Wohnsitz/Vermietung, Ausnutzung, Dachformen und Gebäudemaßen sollen neu festgesetzt werden, damit auf einem typischen Grundstück in Grundstück in Norddeich nicht mehr so viel gebaut werden kann. Vor allem sollen die Gebäude dadurch gefälliger und individiueller werden.

Erste Maßnahmen zeigen bereits Wirkung: Es gab 2015 deutlich weniger Bauanträge in Norddeich als in den Vorjahren. Während die Preise für Immobilien in Norddeich in den vergangenen Jahren moderat gestiegen sind, kommt es durch das deutlich knappere Angebot oft zu Preisexplosionen. Neubauten werden 2016 zwischen 3.000 € und 4.500 € pro Quadratmeter Wohnfläche gehandelt. Die Grundstückspreise in Norddeich klettern in Einzelfällen bis zu 500 € pro Quadratmeter. Ein Gutachten der BTE TOURISMUS- UND REGIONALBERATUNG bescheinigt Norddeich ein konstantes Wachstum.

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